Donna Neill, Abfüllerin von Gaszylindern bei Linde

Ein Job ohne Kompromisse

Donna NeilAbfüllerin von Gaszylindern

Donna Neil befüllt Gaszylinder. Reine Routine? Von wegen! Lesen Sie hier…

Sicherheit steht für Donna immer an erster Stelle. Ihre eigene genauso wie die ihrer Kollegen. Was sie antreibt: Das Leben ihrer Mitmenschen ein kleines bisschen besser zu machen. Über die Kunden, die von uns mit den Gaszylindern beliefert werden, weiß Donna nicht viel. Aber es gibt auch immer wieder Fälle, in denen sie hautnah mitbekommt, wo unsere Industrie- und Medizingase letztlich im täglichen Leben angewendet werden.
Dass meine Arbeit anderen hilft, macht mich stolz.

Wie sind Sie zu Linde gekommen?

„Ich habe mich schon sehr früh für eher männertypische Tätigkeiten interessiert. Das ging schon in der Schule los! Ich war das einzige Mädchen, das gerne mit Metall und Holz arbeitete – ich und 35 Jungs! Seitdem bin ich in der Schwerindustrie geblieben. Ich mag es, mit meinen Händen zu arbeiten.“

Wie sieht ein typischer Tagesablauf für Sie aus?

„In der Frühschicht, die um 6.30 Uhr beginnt, bin ich meistens als Erste da. Zuerst schalte ich den Kompressor an und koche erstmal Tee für alle. Dann kann es losgehen. Wir sortieren, prüfen und befüllen Gaszylinder. Diese Arbeit erfordert hohe Präzision. Wenn man zum Beispiel medizinischen Sauerstoff in Flaschen füllt, muss man vorher sicherstellen, dass in den Ventilen kein Schmiermittel mehr klebt. Das könnte sich sonst entzünden. Deshalb überprüfen wir die Gasflaschen mit einer Lampe. Sind die Gasflaschen voll, verwenden wir spezielles Werkzeug, um den Durchfluss zu testen und eventuelle Lecks zu entdecken.“ 

Was ist Ihre größte Herausforderung im Alltag?

„Die Sicherheit. Sie hat höchste Priorität. Immer und überall. Auf dem Weg zur Arbeit genauso wie während der Arbeit. Alle aus dem Team sollen abends wieder heil und gesund nach Hause kommen. Beim Thema Sicherheit würde ich niemals Kompromisse eingehen, nur um Vorgaben zu erreichen. Ein Beispiel: Ich prüfe jeden Tag 180 Flaschen mit medizinischem Sauerstoff. Die 180. Flasche muss ich genauso sorgfältig prüfen wie die erste. Regeln sind mir sehr wichtig. Gäbe es 120 Sicherheitsregeln, würde ich sie alle befolgen.“ 

Sehen Sie öfters auch, wie Ihre Arbeit den Alltag Ihrer Mitmenschen verändert?

„Ja, obwohl wir sehr verschiedene Endanwender haben. Einige Gaszylinder werden etwa an unsere Werft in Belfast geliefert, wo sie zum Schweißen verwendet werden. Andere werden in Krankenhäusern eingesetzt. Und dann ist mir letzte Woche etwas Lustiges passiert: „Ich saß draußen an einer Bar und habe dort ein paar Gasflaschen entdeckt. Ich wusste sofort: das sind welche von uns!‘“ 

Was an Ihrer Arbeit macht Sie stolz?

„Es ist nun schon eine Weile her, hat mich persönlich aber sehr berührt. Ich habe jemanden auf der Intensivstation besucht. Als ich dort ankam, ist mir gleich das Beatmungsgerät und eine unserer Gasflaschen aufgefallen. Ich habe mich gefragt, ob ich sie wohl befüllt habe – und ich war wirklich für kurze Zeit etwas ergriffen, denn: Dass meine Arbeit anderen hilft, macht mich stolz.“

Abfüllerin von Gaszylindern bei Linde, beim Befüllen von Gaszylindern
Donna Neill, Abfüllerin von Gaszylindern bei Linde, lachend mit einem Kollege

Steckbrief

  • Standort: Belfast, Nordirland
  • Bei Linde seit: 2012
  • Hobbys: Angeln
  • Lieblingsfilm: The Sound of Music
  • Lieblingsmusik: Country und Western – Kenny Rogers, Dolly Parton
  • Interessantes über mich: Ich bin die einzige Zylinder-Abfüllerin in ganz Irland!
Donna Neill, Abfüllerin von Gaszylindern bei Linde, beim Fischen an einem See